Polizei warnt vor Goldhamstern
Der Goldpreis steigt und steigt. Das nutzen auch immer mehr unseriöse GeschäftemacherInnen. Sie versprechen schnelles und gutes Geld für alten Schmuck und Münzen.
Schnelles Geld mit Gold - Dieses Vorhaben kann oft nach hinten losgehen.
Vorsicht bei Goldverkauf. „Bestpreis für Altgold“, „Bargeld für Schmuck“. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht ordentlich viel Bargeld für Schmuck und Münzen versprochen wird. Denn beim derzeitigen Goldpreis könne man nur gewinnen. Doch was ist daran wahr?
Stark schwankende Angebote
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat in Wien Ankaufsstellen für Gold und Schmuck, wie JuwelierInnen, AltwarenhändlerInnen, BruchgoldankäuferInnen oder MünzhändlerInnen, genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis war „wenig glänzend“.
Die Testware (Goldschmuck und Münzen im Wert von rund 1.900 Euro) ergab stark schwankende Angebotsunterschiede von bis zu 65 Prozent. Wie der Test zeige, garantieren ein hoher Goldkurs und eine schöne Werbebotschaft nicht automatisch auch einen hohen Verkaufspreis.
Bewusster Irrtum?
Der Grund dafür lag, laut VKI, etwa in der groben „Unachtsamkeit“ beim Abwiegen der Wertsachen. Bei drei Viertel der Betriebe wurde zudem die Gewichtskontrolle erschwert, da das Display der Waage für die Kundin/den Kunden nicht einsehbar war.
Einige Ankaufende trennten beim Feingehalt des Goldes nicht zwischen 14 und 18 Karat. Andere irrten sich wieder beim Gewicht des Schmucks – wenig überraschend zu ihren Gunsten. Der VKI empfiehlt daher, beim Goldverkauf immer mehrere Angebote einzuholen und nicht dem erstbesten Anbietenden blind zu vertrauen.
Auch ist es sinnvoll, den aktuellen Wert von Gold – etwa auf der Webseite der Österreichischen Gold- und Silber-Scheideanstalt Ögussa – selbst zu ermitteln. Der Feingehalt ist im Schmuckstück eingeprägt und gibt den Goldanteil an: 585 = 14 Karat = 58,5 Prozent Gold, 750 = 18 Karat = 75 Prozent Gold.
Alles schriftlich
Lassen Sie sich immer schriftlich den Kauf bestätigen. Dabei sollte Adresse der Käuferin/des Käufers, Anzahl der Schmuckstücke und Münzen, deren Gewicht und der ausbezahlte Preis festgehalten werden. Und meiden Sie „Fliegende Händler“, jene Betriebe, die ohne festen Firmensitz und lediglich mit einer Telefonnummer auf einer Postwurfsendung auftreten.
Und bedenken Sie: Erinnerungsstücke haben einen ideellen Wert, der nicht ersetzbar ist.
Info: Verein für Konsumenteninformation, 6., Mariahilfer Straße 81 (U3),
Telefon 01/588 77-0